Blankensee

9 01 2010

Vor einer gefühlten Ewigkeit war ich mit meiner Kiev 60 im Naturschutzgebiet Nuthe Nieplitz unterwegs. Ich kann mich noch erinnern, wie ich beim Schleppen des Stativs geschwitzt habe 🙂

Natürlich reicht ein Nachmittag bei weitem nicht aus, um dieses schöne Gebiet auch nur ansatzweise kennen zu lernen. Mein Startpunkt war Blankensee. Der Ort Blankensee liegt idyllisch am gleichnamigen See und bevor man die Gegend erkundet, kann man sich in einer kleinen Landbäckerei mit leckerem Kuchen stärken.





Winter in der Schachtel

9 01 2010

Schon lange hatte ich mir vorgenommen, meine alte Box-Kamera einmal wiederzubeleben. Ich habe keine Ahnung, wo und wie mir diese Kamera vor 30 Jahren einmal zugelaufen ist. Inspiriert durch den schönen Artikel im Spürsinn-Blog habe ich nun die freien Tage am Jahresende genutzt, um die Box mit einem Ilford XP2 super zu füttern und loszuziehen.

Die Agfa Clack belichtet mit 1/30 Sekunde auf 120er Rollfilm im Format 6 x 9 cm. Entwickelt sind das dann Negative von der Größe einer kleinen Karteikarte im Format A 7 🙂

Es gibt keine Fokussierung, sondern nur die Auswahl zwischen „sonnig“ (Blende 16) und „bewölkt“ (Blende 11). Außerdem gibt es eine Naheinstellung bis zu 3 m. Das Motiv wird durch einen Sucher anvisiert und dann wird ausgelöst. Das Auslösegeräusch soll dem Kameramodell seinen Namen gegeben haben.

Genug erzählt, hier ein paar Winterimpressionen, eingefangen mit einer historischen Kamera.

Und eine Aufnahme mit der Nah-Einstellung:





Sepia-Effekt beim Ilford XP2

20 11 2009

Ein bisschen Herumspielen in iPhoto hat die Annahme bestätigt: Der Sepia-Effekt hat seine Ursache nicht im Negativ, sondern in den daraus produzierten Bildern (die dann offenbar auch auf die CD übernommen wurden).

Hier das Bild, wie es „aus der Labortüte“ kam:

Und hier das in iPhoto „nachbehandelte“ Foto:

Jetzt bin ich wieder etwas beruhigt 🙂





Unechte Schwarzweissfilme

20 11 2009

Mein heute abgeholter Film (wieder ein Ilford XP2 super 400) war eine einzige Enttäuschung. Von 12 Bildern waren nur zwei halbwegs akzeptable dabei. Der Rest war durchweg falsch belichtet. Außerdem hatten alle Bilder einen Braunstich.

Die falsche Belichtung dürfte daran liegen, dass ich erstmals mit einem externen Belichtungsmesser gearbeitet habe. Anscheinend liefert das Teil falsche Werte, das werde ich zu prüfen haben.

Extrem auffällig war dieses Mal der Braunstich. Ich habe den XP2 als Kleinbildfilm schon öfter verwendet. Den leichten Sepia-Effekt war ich also  bereits gewohnt und er hat mich auch bisher nicht gestört. Wäre da nicht mein erster XP2 Rollfilm (von letzter Woche) gewesen: Knackige Kontraste und Graustufen, wie von einem „echten“ Schwarzweissfilm gewohnt.

Nun hat mich natürlich interessiert, warum derselbe Film beim gleichen Labor so unterschiedliche Ergebnisse liefert.

Mein Streifzug durch die verschiedenen Foto-Foren lässt mich den XP2 ein bisschen besser verstehen. Meine erste Vermutung, dass der Film beim ersten Mal als SW-Film entwickelt wurde, hat sich nicht bestätigt. Der Film kann nur im C-41 Farbfilmprozess entwickelt werden. Den Unterschied machen die ausbelichteten Bilder: Während man den direkten Konkurrenten des XP 2 , den Kodak Professional BW 400 CN, auf Papier für Farbbilder ausbelichten soll, wird für den XP 2 die Ausbelichtung auf Schwarzweisspapier empfohlen. Anscheinend hat das Labor beim ersten Film „SW-Papier“ verwendet, während bei dem heutige abgeholten „Farbpapier“ verwendet wurde.

Eine zweite Tatsache wurde mir bei diesem Thema auch klar: Offensichtlich sind die auf der CD mitgelieferten Bilder Scans der Fotos, nicht – wie ich irrtümlich annahm – Scans der Negative.

Wenn ich den Beiträgen in den Foren glauben darf, dürften meine Negative keinen Sepia-Effekt aufweisen. Die Anschaffung eines eigenen Scanners, die ich bis jetzt immer aufgeschoben habe, scheint mir also unumgänglich.





Meine neue ukrainische Freundin

13 11 2009

Vor gut einer Woche traf meine neue Freundin aus der Ukraine bei mir ein: Eine gepimpte Kiev 60. Die Lieferung erfolgte so schnell, dass sie glatt meine Filmbestellung bei Foto-Impex überholte. Zum Glück gibt es noch Foto-Brenner, der mich innerhalb von zwei Tagen mit Rollfilmen versorgte. Nebenbei: Die Filme von Foto-Impex sind immer noch nicht da.

Am vergangenen Wochenende habe ich dann die erste „Rolle“ durchgezogen und am Montag gleich zum Entwickeln gegeben. Heute nun dürfte ich meine Labortüte abholen und meine ersten Bilder im Mittelformat betrachten.

Die Fotografie mit dieser Kamera hat natürlich noch Entwicklungspotential: Zum einen sind sämtliche Fotos (trotz der 2,5 kg) aus der Hand fotografiert. Zwischenzeitlich ist der Adapter für das Stativgewinde eingetroffen, so dass ich künftig mit Stativ arbeiten kann. Zum anderen sind alle Bilder des ersten Films mit Hilfe des im Prisma integrierten Belichtungsmessers entstanden. Der nächste Film wird zeigen, ob der  zwischenzeitlich erworbenen „Gossen electronic 2“ Belichtungsmessser hier zu besseren Ergebnissen verhilft.

Hier nun ein paar Fotos:

Laubhaufen im Mittagslicht

Walze

Schule Damsdorf

Die mit der Kiev 60 erzielten Ergebnisse haben mich nicht überrascht und die fotografierten ersten Bilder entsprechen meinen Erwartungen. Die Unzulänglichkeiten der Fotos sind dem Fotografen, nicht dem Apparat zuzurechnen.

Überrascht war ich vom guten Service der Drogeriekette Rossmann (bzw. des Fuji-Labors). Die haben den Ilford XP2 super 400 ohne Aufpreis und ohne Extra-Wartezeit entwickelt, 10 x 10 cm Bilder ausbelichtet und den Film auf CD gebrannt. Ich hatte damit gerechnet, mir die Bilder selbst zurecht schneiden zu müssen (da sie ja vom Standard-Rechteckformat abweichen) oder einen „Rollfilm-Zuschlag“ bezahlen zu müssen. Nichts dergleichen: Daumen hoch für Rossmann!